Elbląg project

Die Bürgermedien- Einführung in die Thematik

Als Bürgermedien kann man sowohl das Lokale Fernsehen in Dänemark, von Frauen gemachte Radiosender in Indien, Internetmedienvorhaben der Aboriginis in Australien, wie auch Schulzeitungen, herausgegeben von Allensteiner Lyzeumsschülern,  bezeichnen. Was also verbindet die Initiativen und bewirkt, dass sie den Namen Bürgermedien verdienen?

Polnische Bürgerwelle

Das Recht auf Meinungsfreiheit, auch in den Medien, stellt eines der Fundamente der Demokratie dar. Wenn man polnische Radiosender hört und das polnische Fernsehen betrachtet, wird es jedoch schwierig, sich des Eindrucks zu erwehren, dass der Durchschnittsbürger einen sehr geringen Einfluss darauf hat,  was man dort zu hören oder zu sehen bekommt.

Workshops Münster - Elbląg

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Der Bürger ein Journalist – das heißt wie das Internet die Medien revolutionierte

Wenn dich ein Schlagloch auf deiner Straße nervt, brauchst du bei der Stadtbehörde keine Petition mehr einreichen. Jetzt reicht es, dass du das Schlagloch fotografierst, einen kurzen Text verfasst und ihn auf einem Internetportal der Stadt veröffentlichst. Das Ergebnis ist blitzartiger als so manches Schreiben an die Straßenbauverwaltung. Das Schlagloch wird geflickt, denn die Kommunalbehörden haben immer mehr Angst vor den Internetzeitungen, und vor allem vor den oft vernichtenden Kommentaren der Leser.  Mit einem Wort gesagt, Internetmedien werden immer stärker.

Wissenshungrig

An den letzten zehn Märztagen wird der Medien-Workshop für junge Menschen aus Elbing und Umgebung organisiert. Betreut von Profis aus Deutschland, wird u.a. gelernt, auf welche Art und Weise ein offenes Studio entsteht. Das sind die die theoretischen Annahmen des Projekts. Aber was erwarten die Teilnehmer?

Bürgermedien und besondere Dienste

Vor ungefähr 8 Jahren war  ich bei einem  meiner ersten Besuche in Kaliningrad. Es war eine eilig einberufene Konferenz, die als eine Reaktion auf die Entscheidung der Europäischen Union, Polen in ihre Reihen aufzunehmen, fungieren sollte. Die Konferenz versammelte einige Zehnen an Vertretern von Nichtregierungsorganisationen aus ganz Europa. Auch russische Politiker waren anwesend, darunter der für Kaliningrad zuständige Vertreter von Präsident Putin. Ich kann mich erinnern, dass sie von vielen Medien, aber auch von der „Sicherheit“ begleitet wurden.

Bürgerjournalismus- Chancen und Herausforderungen

Was ist eigentlich Bürgerjournalismus? Eigentlich ist die Sache klar- es reicht der Griff zur offiziellen Definition: „eine Art des Journalismus, der von nichtprofessionellen Journalisten im gesellschaftlichen Interesse betrieben wird“. Will man diese Definition jedoch konkretisieren, in der Praxis anwenden, entstehen sehr viele Fragezeichen.

Freie Presse, freie Menschen…

Es war das Jahr 1982. Ich war erst ein Teenager, als an einem regnerischen Herbstabend mein Papa im Sessel vertieft in der Lektüre von „Verführtes Denken” vom Czesław Miłosz saß. Im Zimmer war es halb dunkel, nur eine Stehlampe beleuchtete das Gedruckte, die Buchstaben waren klein und unscharf, ähnlich wie von einer Schreibmaschine. Die Tür quietschte, ohne zu Klopfen torkelte der Nachbar, ein gut gebauter, zweimeterhoher Lulatsch, in unsere Wohnung herein.  Das war nicht nur Nachbar, aber auch, verdammt noch mal, ein Polizist.„SB (polnische Stasi) hat Abhörgeräte in der Kinderkrippe Nr. 62 in der Straße Lwicka in Warschau. Die Überwachung wird von 6:00 bis 21:00 Uhr geführt. Die Stasi-Funktionäre im PKW WIK 1905“ CDN GWR, 1986, Nr. 144

Techno-Zeitalter der Bürgermedien

Wir sind Zeugen einer echten Revolution in den Bürgermedien. Immer mehr verbreitete moderne Kommunikationswerkzeuge (Handys mit eingebauten Kameras, Laptops, schnelle Internetleitungen und nützliche Tools) geben immer mehreren Menschen die Chance, „Medienbürger“ zu werden. Unter diesem Begriff verstehe ich Menschen, die der globalen, aber auch lokalen Gesellschaft Information über ein konkretes Ereignis übermitteln.

Steter Tropfen höhlt den Stein…

Im Vergleich zu der ersten Regionalkonferenz, die den Bürgermedien gewidmet war (Elbing 2008), war diese zweite eindeutig effektvoller: zweitägig, mit größere Zahl der Teilnehmer, mit Gästen aus dem Ausland und mit herausgearbeiteter Stellungnahme als dauerhaftem Beweis der Teilnehmerarbeit (übrigens erschien die Idee der Stellungnahme ad hoc und konnte nur dank Dr. Urszula Doliwa, die über eine Nacht - sic! – den größten Teil bearbeitet hat, verwirklicht werden).

Über unser Recht auf Information

Den Zugang zur Information sichert uns das polnische Recht zu. Im Art. 61 der Verfassung unseres Landes lesen wir:
„1. Der Bürger hat das Recht auf Information über die Tätigkeit der Behörden der öffentlichen Verwaltung, sowie Personen, die öffentliche Funktionen ausüben. Das Recht umfasst auch Informationen über die Tätigkeit der Wirtschafts- und Berufsselbstverwaltungsorgane, und auch anderer Personen sowie Organisationseinheiten in dem Maße, in dem sie Aufgaben der öffentlichen Verwaltung erfüllen und das kommunale Eigentum oder Staatseigentum , verwalten.

Bürgerjournalist- wer ist er, warum schreibt er

Die neue Medienerscheinung, die des Bürgerjournalismus , hat noch keine vollständige, eindeutige und allgemein anerkannte Definition des selbigen herausgebildet. Trotzdem, die Schar der Bürgerjournalisten wächst von Tag zu Tag und funktioniert aktiv, in dem sie die vorbereiteten Materialien publiziert. Gegenwärtig schätzt man sie in Polen auf mehrere Zehntausend Personen. Wer sind sie und warum fingen sie an zu schreiben?

Die Bürger auf Sendung

Lokales Fernsehen gibt es in Polen, seit dem bei uns die Demokratie wieder herrscht. Ende der achtziger und zu Beginn der neunziger Jahre, als in unseren Städten im großen Umfang Kabelfernsehnetze verlegt wurden, haben die Sozialanimateure, Videoschaffende und örtliche Journalisten die ersten lokalen Fernsehsender gegründet.

*Radio Górowo - ein Radio, das integriert*

Wegen Behinderung haben sie sich überflüssig in der Gesellschaft gefühlt, jetzt wissen sie, dass die Gesellschaft gerade ohne sie, behindert ist. Die Teilnehmer vom “Barke-Zentrum” in Górowo Iławeckie betreiben bereits seit einem Monat erfolgreich ein Internetradio, ein ungewöhnliches Radio, ein Radio, das integriert.

Die Macht, das Geld oder der Ehrgeiz?

Die Medien werden immer öfter zur Arbeitsmethode von Nichtregierungsorganisationen oder Bürgergruppierungen. Es ist heute nicht schwer eine Zeitung zu gründen, und bei elektronischen Zeitungen ist es noch einfacher. Es reicht Entschlossenheit und Engagement von zwei oder drei Personen. Wenn die Personen geschickt sind, können sie sogar  externe Fördermittel besorgen. Was sind die Medien, die von Organisationen betrieben werden? Sind sie wirklich Bürgermedien.

Keine Angst vor dem Punker

Zines, Fanzines, Punk zines… Aus der Mainstream - Perspektive werden sie als unprofessionell, unattraktiv, oft aufrührerisch gesehen. Etwas außergewöhnliches steckt in ihnen – die Inhalte, die nie in dem Mainstream der Medien ihren Platz finden, die aber über bemerkenswerte Aktivität und Bewusstsein der Bekenner der Nischenerscheinung jedoch immer noch in jugendlichen und nicht nur jugendlichen Kreisen vertretenen Richtungen Punk und Hardcore bezeugen.

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